Main content

Alert message

Was kommt nach Bad Bevensen?

Nachdem 2011 an dieser Stelle die Frauenlaufgruppe des MTV Bad Bevensen berichtet hat, wurde ich gefragt, ob ich als langjähriges Mitglied im Ilmenaulaufteam von meinen Erfahrungen in einem neuen Lebensabschnitt berichten möchte. Ich sagte natürlich gerne zu und möchte im Folgenden erzählen, wo es mich als gebürtigen Bad Bevenser nach meiner Schulausbildung hingeführt hat.

Ein Blick durch die sportliche Brille: Seit Oktober 2010 lebe ich im hessischen Gießen und studiere dort mittlerweile im 4. Semester Medizin. Aus sportlicher Sicht war der Umzug sehr spannend für mich. Ergeben sich doch so ganz neue Möglichkeiten. Als begeisterter Triathlet hatte ich schon längere Zeit mit besseren Strukturen für „meinen“ Sport geliebäugelt. Im Landkreis Uelzen war ich doch eher ein Einzelkämpfer und in jeder Sportart mit den „Spezialisten“ unterwegs. Nun war es also soweit. Neuer Ort, neue Leute, neue Trainingsbedingungen. Klingt interessant! Und in der Tat, kaum in Gießen angekommen schwamm, radelte und lief ich auch schon mit den Leuten vom Gießener-Triathlon-Team. Eine nette Truppe von Triathleten, mit denen ich mich von Anfang an gut verstand. Bei einem Volkslauf Anfang des Jahres 2011 bekam ich dann eine Anfrage von einem Triathleten, ob ich mit ihm und seiner Mannschaft in der 2. Bundesliga starten möchte.Matthis mit seinem neuen Triathlon-Team Wetterau

 

WOW! Das Projekt 2. Liga hatte ich eigentlich erst für 2012 geplant, aber so ein Angebot lehnt man natürlich nicht ab! So startete ich schon im letzten Jahr mit dem Triathlon Team Wetterau in der 2. Deutschen Triathlonliga. Eine ganz neue sportliche Erfahrung. Denn in dem Ligaformat wird die Einzelkämpfersportart Triathlon zu einer Mannschaftssportart. In vier Wettkämpfen über die Sprint- und Olympische Distanz werden die besten 4 Platzierungen einer fünfköpfigen Mannschaft addiert und für jede Mannschaft eine Punktzahl ermittelt.

Am Ende gewinnt in jedem Wettkampf die Mannschaft mit den wenigsten Punkten. Ein gutes Mannschaftsergebnis ist somit entscheidender als die Einzelplatzierungen der Sportler. Jeder einzelne der Wettkämpfe wurde zu einem richtigen Event. Lange Autofahrten (meist nach Südbayern) und üblicherweise zwei Übernachtungen am Wettkampfort ließen die Mannschaft zusammenschweißen und hatten einen professionellen Touch.

Unser Team konnte sich am Ende der Saison im Mittelfeld unter 15 Mannschaften platzieren. Ein schöner Erfolg, da es für uns erst das zweite Jahr in dieser Liga war.

Mal schauen, wie es nun in den nächsten Jahren weiter geht. Das Ziel ist simpel: schneller werden!

Dennoch ist der Sport nur das Hobby und das Studium steht im Vordergrund. Aus diesem Grund werde ich dieses Jahr sportlich etwas kürzer treten müssen, da das Studium in den nächsten Monaten kaum Platz für Freizeit lassen wird. Das verpasste wird dann 2013 nachgeholt ;-)

Ob ich es dieses Jahr zum Ilmenaulauf schaffe, weiß ich noch nicht. Der Terminplan ist voll, aber schön wäre es!

 

Matthis Weinert

Triathlet