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28. Athens Classic Marathon

Katharina und Rainer Bechtloff in Athen

Über die Ziellinie gelaufen, ein Blick auf die Olympischen Ringe und das voller Freude und Rührung, so ging es Rainer Bechtloff vom MTV Bad Bevensen.

Anlässlich des 2500. Jubiläumsjahres der Schlacht von Marathon fand im letzten Jahr am 31.10. der 28. Athener-Marathon statt.

„Marathon“ geht aus der Legende hervor, in der ein Soldat von Marathon nach Athen lief, um den Sieg der Athener gegen die Perser zu verkünden und anschließend nach seiner Botschaft „wir haben gesiegt“ zusammenbrach und starb.

490 Jahre vor Christus wurde der Marathonlauf in Griechenland geboren.

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Bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit, 1896, fand der erste Marathonlauf von Marathon nach Athen über 40 Kilometer statt. 1908 bei den Olympischen Spielen in London erhielt der Marathonlauf das Längenmaß von 42,195 Kilometer, weil das englische Königshaus den Marathonlauf von ihrem Schloss in Windsor aus verfolgen wollte.

Der Start zum Marathonlauf 2010 fand um 9.00 Uhr in Marathon statt, dazu mussten über 12 000 Läuferinnen und Läufer per Bus von Athen nach Marathon gebracht werden. Dieser Bustransfer war sehr gut durchorganisiert, wie auch der gesamte Lauf. Das Thermometer zeigte bereits 19 Grad an und stieg bis auf 25 Grad.

Die Laufstrecke war die Straßenverbindung zwischen Marathon und Athen, die anlässlich des Laufes für den Verkehr gesperrt wurde. Die ersten acht Kilometer verliefen flach, mit einem Abzweig bei Kilometer 4 zum historischen Grabhügel Marathon, der einmal umrundet wurde. Vom Kilometer 9 bis Kilometer 32 verlief die Strecke wellig, wobei die Läufer nur bergauf wahrnahmen. Alle 2,5 Kilometer gab es Wasserstellen, 0,5-Liter- Wasserflaschen wurden gereicht, und das alles bei wolkenlosem Himmel, Sonne pur ohne schattenspendende Bäume. Ab Kilometer 32, der höchste Punkt mit 240 Meter war erreicht, war bis ins Ziel runter nach Athen der Lauf nur noch zum Genießen, soweit man es noch konnte.

Entlang der Strecke in der Nähe von Ortschaften wurden die Läufer mit Musik und „Bravo-Rufen“ angefeuert. Ab Ortseingang Athens säumten die Zuschauer dicht an dicht die Straßen.

Ins klassische Hufeisenstadion, dem Panathenäischen Stadion (Marmorstadion), wurde auf der Tartanbahn zur Ziellinie gelaufen und automatisch richtete sich der Blick nach oben zu den Olympischen Ringen.

Der Zieleinlauf war mit Abstand das beeindruckendste Erlebnis des gesamten Laufes. In der Sonne leuchteten die Sitzreihen aus weißem Marmor, die Zuschauer spendeten viel Beifall, griechische Musik ertönte aus den Lautsprechern und jeder Finisher bekam seine Medaille.

Bei hochsommerlichen Temperaturen verließ kaum ein Läufer das Stadion, sondern genoss noch die Atmosphäre auf den Rängen.

Anlässlich des Jubiläumsjahres gab es eine deutliche Steigerung der Teilnehmerzahlen.

Athen23251 Läufer über 10 Kilometer, 2527 Läufer über 5 Kilometer und 10 084 Marathonläufer überquerten die Ziellinie.

Katharina Bechtloff lief die 10 Kilometer in 1:03:10 Std. und belegte Platz 67 in der AK W40 von 127 Finishern.

Rainer Bechtloff belegte den 1289. Platz aller Zieleinläufer in einer Zeit von 3:38:08 Std. In der AK M45 belegte er den 197. Platz von 1289 Finishern.

Mit diesem einmaligen Lauferlebnis endete die Athenreise noch nicht. Bereits zwei Tage danach (02.11) wurde in Ancient Olympia, dem Ort der antiken Olympischen Spiele, der Dolichos-Lauf über 4614,48 Meter (24 Stadien der Antike) gelaufen.